Interview mit Katharina Lehner

Interview mit Katharina Lehner

Interview mit Katharina Lehner

Eines der wenigen Gesichter des Frauen-MMA in Deutschland, wir hatten Katharina im Interview und haben ihr ein paar Fragen gestellt.

Hallo Katharina, herzlichen Dank, dass du etwas Zeit für uns gefunden hast. Wir wollen dir gerne ein paar Fragen zu deiner Verletzung, deinen Vorbereitungen und deinen Plänen stellen.

1. Nach einer “schwereren” Verletzung bist du scheinbar wieder voll ins Training eingestiegen, gibt es für dich noch ein paar Einschränkungen oder kannst du mittlerweile wieder an das alte Training anknüpfen? 

Hallöchen, im Februar ist leider mein vorderes Kreuzband gerissen. Das ist richtig, dank eines sehr guten Arztes und einer sehr guten Physiotherapie konnte ich bereits nach 2,5 Monaten, mit meiner Freundin und Trainingskollegin wieder mit dem Boxen beginnen. Seit August belaste ich das Bein wieder wie eh und je, glücklicherweise komplett ohne Einschränkungen.


2. Jeder der Kampfsport betreibt oder auch schon mal eine Wettkampfvorbereitung durchgemacht, hat weiß, dass solche Verletzungen passieren können. Achtest du jetzt mehr auf Kleinigkeiten, die Verletzungen hervorrufen können oder wie gehst du allgemein mit dem Thema
Vermeidung von Verletzungen um und was machst du zur Vorbeugung oder welche Tipps hast du?

Verletzungen lassen sich nicht komplett vermeiden und im Kampfsport wird es auch immer wieder so sein, dass man mit ein paar “Wehwechhen” nach Hause kommt.
Allerdings ist es wichtig auf seinen Körper zu hören. Bist du müde und erschöpft? Pausiere lieber einen Tag. Ich habe gelernt, dass es nichts nützt, erschöpft und nach harten Einheiten sich ins Gym zu zwingen. Man ist unkonzentriert und fühlt sich schwach, was das Verletzungsrisiko erhöht. Sobald ich merke, ich fühle mich nicht fit, lege ich einen Pausentag ein. An dem Tag kann man auch gerne einen lockeren Regenerationslauf absolvieren. 
Ebenso halte ich mich vor Leuten fern, welche ihr Ego nicht unter Kontrolle habe. Dies ist ebenso eine gute Verbeugung von Verletzungen. 🙂

3. Du hast dich mittlerweile zu einem Gesicht im Frauen-MMA in Deutschland entwickelt, findest du, dass Frauen in diesem Sport immer noch um Anerkennung “kämpfen” müssen, oder was hat sich deiner Meinung seit deinem ersten Kampf in der Szene getan?

Bei den Leuten aus der Szene sind Frauenkämpfe nichts mehr außergewöhnliches.
WMMA  ist auf jeden Fall im Wachstum. Mittlerweile gibt es so gut wie auf jeder Fightcard einen Frauenkampf.

4. Aus welchem Grund hast du mit dem Kampfsport angefangen? Wann hast du entschieden, dass das Training nicht mehr reicht, dass du kämpfen willst? Hast du Vorbilder, welche dich inspirieren und motivieren?

Ich bin 2011 nach meinem Studium nach Köln gezogen und habe dann direkt beim Combat Club Cologne bzw damals Combat Club Siegburg angefangen zu trainieren. Damals wollte ich eigentlich nur Boxen. Aber nach den Grappling- und Ringereinheiten bin ich dem Sport verfallen. Nachdem ich ein paar Kämpfe gesehen hatte, war mir klar, ich will das auch.

Ich bin immer noch ein grosser Cyborg Fan. Meiner Meinung nach ist sie einfach die Nummer 1 im Frauen-MMA.

5. Dein letzter Kampf gegen Alexandra Buch bei GMC7 konntest du per Punktentscheid gewinnen und hast auf jeden Fall gezeigt, das du Nehmer-Qualitäten hast. Was hast du persönlich aus diesen Kampf mitgenommen an Erfahrung und Verbesserung im Training oder an deinen Fähigkeiten?

Oh ja. Mein Gesicht war danach ziemlich demoliert.
Ich habe viel an meiner Beinarbeit und dem Head-Movment gearbeitet, um beim nächsten Kampf nicht mehr so viele Jabs zu kassieren.

5. Soweit wir wissen steht, noch kein aktueller Kampf an, hast du schon was im Auge oder wie sieht deine Zukunftsplanung aktuell aus?

Es sind dieses Jahr noch zwei Kämpfe geplant. News kommen bald!

6. Wir bedanken uns für dieses Interview und wie immer gehen die letzten Worte an dich.

Erstmal danke an euch für das Interview und euer Interesse. Ich danke natürlich meinen Team Combat Club Cologne, welches immer hinter mir steht und mich immer bestens vorbereitet. Danke auch an meinen Sponsor Paffensport.

Wir sehen uns im Cage.

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